Künstliche Intelligenz im Handwerk: Wo KI entlastet und wo der Mensch entscheidet

Manuel Landerer, Geschäftsführer der Landerer Energie GmbH, war Podiumsgast bei einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung und der Handwerkskammer für München und Oberbayern zum Thema KI im Handwerk.

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Welche Chancen bietet Künstliche Intelligenz dem Handwerk – und wie lässt sich diese schon heute konkret einsetzen? Eine gemeinsame Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern zeigte nicht nur mögliche Anwendungen auf. Auch die Dokumentation der Debatte übernahm die KI selbst.

Übergreifender Konsens: KI soll handwerkliche Fachkompetenz nicht ersetzen, sondern unterstützen. Sie kann administrative Routinen übernehmen, Prozesse beschleunigen und Beschäftigte von Dokumentationsaufgaben entlasten. Die fachliche Verantwortung bleibt beim Menschen.

Die Podiumsdiskussion beleuchtete den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Handwerk aus europapolitischer, wissenschaftlicher und unternehmerischer Perspektive. Zu den Rednern gehörten Dr. Frank Hüpers (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer München und Oberbayern), der Europaabgeordnete Markus Ferber, Prof. Dr. Ute Schmid (Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz) sowie Elektromeister Manuel Landerer, Geschäftsführer der Landerer Energie GmbH.

Dr. Frank Hüpers ordnete KI in die lange Geschichte des Handwerks ein: Dieses habe sich immer als anpassungsfähig erwiesen. KI müsse nicht als Bedrohung, sondern als weiteres Werkzeug verstanden werden. Kurzfristig liegen die Potenziale vor allem bei Planung, Verwaltung und Dokumentation.

Markus Ferber fasste den europäischen Weg mit „Innovation mit Verantwortung" zusammen: Regulierung sei notwendig, müsse aber innovationsfreundlich bleiben. Für kleine und mittlere Betriebe gelte „Think small first".

Prof. Dr. Ute Schmid warnte vor KI „um der KI willen": Betriebe sollten zuerst fragen „Wo drückt der Schuh?" – erst dann prüfen, ob KI die richtige Lösung ist. Menschliche Kontrolle bleibt bei sicherheitsrelevanten Entscheidungen unverzichtbar.

Manuel Landerer veranschaulichte den praktischen Einsatz anhand der Landerer Energie GmbH: KI-gestützte Gesprächsprotokolle, Angebotsagenten, Bestellagenten und betriebliche Wissensdatenbanken verbinden unterschiedliche Prozessketten. Ein mobiler Baustellenassistent mit ERP-Anbindung und Bilderkennung für Bauteile reduziert den Schreibaufwand direkt vor Ort. Voraussetzung sei ein strukturiertes „Aufräumen" im Unternehmen – klare Prozesse und strukturierte Daten.

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